Menu

Frühling im Malcantone

17
Apr
Samstag
Frühling im Malcantone
Frühling im Malcantone
Wann:
17. April 2021 – 20. April 2021
Preis:
ab CHF 780.00 buchen
Leitung:
Gruppengrösse:
maximal 10 Personen
Wanderzeit:
4 – 5 Stunden

Male heisst schlecht, Cantone so viel wie Gegend, Ecke oder Winkel. Die Kombination daraus – Malcantone – ist demnach ein ziemlich übler Winkel. Uns erscheint die abgelegene Gegend im Westen von Lugano gerade als Gegenteil davon: ein verschlun-genes, kompliziert angelegtes und im Frühling hellgrün leuchtendes Talsystem, mit kleinen, bemerkenswert gut erhaltenen Dörfern in vielen Geländekammern, die auch beim x-ten Besuch noch für Überraschungen gut sind. Da sind einerseits die oberhalb von rund 1500 m kahlen Hügelzüge mit ihrer spektakulären Fernsicht zum Monte Rosa, aber auch auf die oberitalienischen Seen und in die Südbündner Berge. Andererseits die Kastanienhaine mit den wieder gepflegten Selven, wo die Tradition des einstigen Brotbaums der armen Leute auf Schritt und Tritt miterlebt werden kann, aber auch der alten Mühlen, Bergwerke und Burganlagen an unglaublichsten Lagen. Ehemalige Saumwege, die Lebensadern des vorletzten Jahrhunderts, wurden durch die letzten Jahre wieder begehbar gemacht und führen von Dorf zu Dorf, hinauf zu den Goldgruben und Aussichtspunkten, hinunter zu den Mühlen am Fluss. Und nicht zu vergessen: der Weinanbau. Das Malcantone steht heute für den wohl besten Merlot der Südschweiz. Wohnen tun wir in einem sehr hübschen, kleinen Hotel in Ponte Tresa, wo wir Doppel- und Einzelzimmer zur Verfügung haben (und einen sonnengewärmten Pool :-). Im Hotel inklusive ist das Frühstück, für die gemeinsamen Nachtessen gehen wir jeweils auswärts in eines der Restaurants im Dorf unten. Feines Essen, guter Merlot, brilliante Aussicht, eine tolle Unterkunft und viele alte, versteckte Kulturgüter: Wenn das keine Gründe sind, dem «üblen Winkel» einen ausgedehnten Besuch abzustatten!

Anreise und Treffpunkt Werden etwa 1 Woche vor der Tour mitgeteilt, voraussichtlich ca. 10.35 Uhr am Bahnhof Ponte Tresa.

Programm (Je nach Wetter/lokalen Gegebenheiten kann die Route umgestellt/angepasst werden.)

1. Tag: Ein Gipfelchen zur Übersicht. Wanderzeit ca. 4 Std., Höhendifferenz Auf- und Abstieg je 550 m. Vom Bahnhof Ponte Tresa gehen wir knapp 10 Minuten zu unserem hübschen Hotel am Dorfrand, wo wir das «grosse» Gepäck deponieren. Anschliessend schultern wir das Tagesrucksäckli und starten direkt vom Hotel hinauf zu einem Gipfel auf gut 800 m, von wo aus wir Aussicht haben und etwas Übersicht über das Malcantone gewinnen können. Wir wandern im Bogen hinein in die verwinkelten Talsysteme hinter Ponte Tresa und auf ehemaligen Saumpfaden hinunter zur Magliasina, die sich tief in die Landschaft gefressen hat. Wir schauen uns noch ein Dörfchen an und sind rechtzeitig zum Nachtessen wieder zurück in Ponte Tresa.

2. Tag: Das ist der Gipfel. Knapp 5 Std., Auf- und Abstieg je ca. 825 m. Wie ein überdimensionierter Abschlagpunkt mit Golfball aus einem Science-Fiction-Streifen thront der Wetterradar zuoberst auf dem Monte Lema. High-Tech drinnen, feine Architektur aussen. Und rundherum, wie auch der italienischen Grenze entlang, gibt es viel zu entdecken. Die Aussicht reicht bei gutem Wetter vom Monte Rosa bis in die Bündner Berge. Im Abstieg kommen wir an grossen Kastanienbäumen vorbei, die so manche Geschichte zu erzählen hätten. Hin- und Rückfahrt mit dem Hotelbüschen ca. 20 Minuten.

3. Tag: Hoch über Lugano bis hinunter zum Lago. Knapp. 5 Std., Aufstieg 300 m, Abstieg 850 m. Das Alptaxi bringt uns das Malcantone hinauf zu den Kastanienselven um Arosio. An geschichtsträchtigen Kirchlein und toll gelegenen Kappellen vorbei geht es über aussichtsreiche Kreten von Dorf zu Dorf hinunter zum Lago di Lugano. Welch Kontrast auf kleinstem Raum: Dort der stark bebaute, brummende Grossraum Lugano. Hier, kaum drei Kilometer Luftlinie entfernt das verlassene Schluchtengewirr im hintersten Winkel des Malcantone. Mit der Bahn geht es am späten Nachmittag zurück nach Ponte Tresa.

4. Tag: Bogenbrücken, Kastanien, Schmuggler und pures Gold. Ca. 4 1/2  Std., Aufstieg 490 m, im Abstieg 730 m. Der Lokalbus bringt uns hinein in die Tälerlandschaft an der italienischen Grenze. Überreste von alten Kulturflächen mit Ackerbau und Rebterrassen, knorrige Kastanien und Köhlerplätze prägen die heutige Wanderung. Auch die tief eingeschnittenen Flusstäler, die Schmugglerwege der Grenze entlang und natürlich die hübschen kleinen Örtchen. Per Lokalbus geht es nach dem Mittag wieder zurück ins Hotel wo wir noch gut Zeit haben für einen Umtrunk, bevor es zum Bahnhof geht.

Ende der Tour: Die Rückreise ist spätestens um 16.24 Uhr ab Ponte Tresa nach Lugano mit Anschluss ins Mittelland (Ankunft in Zürich um 19 Uhr, in Bern und Basel knapp vor 20 Uhr).

Anforderungen: Technisch sind die Wanderungen als einfach bis mittelschwierig einzustufen: Wir sind meist auf markierten Bergwanderwegen unterwegs kurze Abstecher ins nicht Markierte sind möglich. Es sind keine speziell ausgesetzten Wegpassagen zu bewältigen. Kondition für oben erwähnten Höhenmeter und Gehzeiten plus etwas Reserve ist nötig.

Leitung: Remo Kundert

Teilnahmepreis CHF 780.–/ CHF 800.– im Doppelzimmer, resp. Einzelzimmer CHF 880.–

Der Preis bezieht sich auf eine Gruppengrösse von 10 Personen. Sollten gesetzliche Regulierungen kleinere Gruppen vorschreiben, würde sich der Preis entsprechend erhöhen. In diesem Fall würden wir Euch kontaktieren.

Inbegriffen sind folgende Leistungen: Qualifizierte Leitung der Tour, alle Übernachtungen mit Frühstück im herzigen ***Hotel in Ponte Tresa. Ticino Pass mit gratis Bahn- und Postautobenützung vor Ort. Nicht inbegriffen: An- und Rückreise (am besten löst Du ein Retourbillett nach Ponte Tresa), Picknick, Versicherung, Getränke & Nachtessen (wir gehen jeden Abend in ein anderes gemütliches Restaurant). In Ponte Tresa CH & I bestehen gute Picknick-Einkaufsmöglichkeiten. Fahrtkosten für Alp-Taxi ca. Fr. 25.-.

Gruppengrösse: max. 10 Pers.   Ausrüstung: Mit der Buchungsbestätigung versenden wir eine detaillierte Ausrüstungsliste.