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Vom Münstertal ins Puschlav

04
Jul
Donnerstag
Vom Münstertal ins Puschlav
Vom Münstertal ins Puschlav
Wann:
4. Juli 2019 – 7. Juli 2019
Preis:
CHF 805.00 buchen
Leitung:
Gruppengrösse:
maximal 9 Personen
Wanderzeit:
4 1/2 – 5 1/2 Stunden

Die Bündner Grenze verläuft nicht überall durch Wanderterritorium. Einige Abschnitte sind ebenso schroff wie unzugänglich, derjenige vom Münstertal gegen das Puschlav ist ein gutes Beispiel dafür. Deshalb schlagen wir auf dieser Tour einen grossen Bogen durch Italien, bevor wir wieder Schweizer Boden betreten. Die Tour beginnt am Ofenpass und führt über die sagenhafte Hochebene Jufplaun ins Val Mora hinunter, wo die Landesgrenze einen Schwenker südwärts macht, so dass das an Skandinavien oder Alaska erinnernde Hochtal noch auf Schweizer Boden zu liegen kommt. Wir wissen das sehr zu schätzen und freuen uns über die grosszügige und unverbaute Landschaft. Beim Passo Val Mora, der eigentlich gar kein Passo ist, betreten wir italienisches Gebiet. Der Weg wird daraufhin bald breiter und bei Fraele erreichen wir den ersten der beiden Stauseen, wo ein nettes Gasthaus steht – was wollen wir mehr! Der nächste Tag führt uns auf einem Saumweg über eine weite Weidelandschaft südwärts. Das Puschlav liegt schon in Reichweite, und knapp hinter Arnoga blinzeln bereits die schroffen Spitzen der Scima da Saoseo und des Piz Paradisin über die Grenze. Die Landschaft dies- und jenseits der Grenze könnte kontrastreicher nicht sein: weite, sanfte Alpweiden in Italien, zackige Berge, steile Flanken und mehr als ein Dutzend klare und klarste Bergseen auf Schweizer Seite. Und das Schönste: Mitten drin liegt das Rifugio Saoseo, eine urgemütliche Hütte mit feinem Essen und netten Hüttenwarten. Fast schade, dem Val da Camp nur einen Tag zu widmen, aber man kann ja wieder kommen…

Anreise und Treffpunkt werden ca. 1 Woche vor der Tour mitgeteilt, voraussichtlich um 10.10 Uhr in Zernez.

Programm (Je nach Wetter/lokalen Gegebenheiten können die Route oder einzelne Etappen umgestellt werden.)

1. Tag: Ofenpass – Lago di S. Giacomo. Wanderzeit ca. 5 Std., Höhendifferenz im Aufstieg 250 m, Abstieg 350 m.

Durch den Vereinatunnel ist Zernez rasch erreicht und die Postautofahrt durch den Nationalpark zum Ofenpass hinauf ist immer wieder ein Erlebnis. Beeindruckend sind schon die ersten Meter unserer heutigen Wanderetappe. Zuerst durch eine felsige Türmchenlandschaft, dann über eine sagenhaft weite Hochebene führt uns der Weg ins Val Mora hinab. Äusserst selten sieht man in den Alpen ein dermassen breites, friedliches und unverbautes Hochtal. Über die Cruschetta erreichen wir den Lago di San Giacomo di Fraele und damit Italien. Übernachtung in einem einfachen, aber gemütlichen, familiären Berggasthaus am See.

2. Tag: Lago di San Giacomo di Fraele – Val Viola di Bormina. Ca. 5 1/2 Std., Aufstieg 500 m, Abstieg 550 m.

Von den Stauseen führt ein alter Saumweg gegen das Valdidentro hinunter. Wir steigen aber nicht bis in den Talboden ab, sondern halten südwärts die Höhe, überqueren einige Seitentäler und geniessen den Blick zur eisbedeckten Cima dei Piazzi und gegen den Ortler zu. Langsam aber stetig geht’s nun in Richtung der scharfzackigen Berge, welche die Landesgrenze zum Puschlav markieren. Übernachtung in einem schönen Gasthaus im Val Viola di Bormina.

3. Tag: Val Viola di Bormina – Saoseo. Ca. 4 1/2 Std., Aufstieg 650 m, Abstieg 550 m.

Das weite, grüne, flache Tal, durch das wir frühmorgens aufsteigen, ändert sein Gesicht just auf der Schweizer Grenze abrupt. Wiese wird zu Stein, der Karrenweg zu einer Wanderspur, die sich an fast einem Dutzend schöner und schönster Seen entlang hinunter ins Val da Camp windet. Wir haben gut Zeit, das Glitzern und Spiegeln der Bergseen auf uns wirken zu lassen oder sogar für ein erfrischendes Bad. Mitten in dieser Bilderbuchlandschaft liegt die gemütliche Saoseohütte des SAC, wo wir übernachten und es uns gut gehen lassen.

4. Tag: Saoseo – Sfazu. Ca. 5 Std., Aufstieg 500 m, Abstieg 770 m.

Ein Abschlusstag nach Mass. Zuerst erkunden wir den mystischblauen Lägh Saoseo im Morgenlicht gründlich, dann führt uns der überaus schöne und abwechslungsreiche Bergweg hinauf zu den versteckten Moorebenen mit Blick auf den Palügletscher. Über viele Höhenstufen und entlang einiger Maiensässe erreichen wir die Berninapassstrasse bei Sfazu, wo bereits das Postauto zur Rückfahrt wartet. Rückreise voraussichtlich um 16.05 Uhr ab Sfazu.

Anforderungen: Technisch sind die Etappen als mittelschwierig einzustufen: Wir sind meist auf markierten Bergwegen und mal kurz weglos unterwegs, es sind keine speziell ausgesetzten Wegpassagen zu bewältigen.

Leitung: Claudia Selmi

Teilnahmepreis CHF 805.–
Bei Buchungen bis 60 Tage im voraus siehe Frühbucherpreis zur jeweiligen Tour auf www.ppb.ch.

Inbegriffen: Qualifizierte Leitung der Tour. Drei Übernachtungen (1 x Hotel/Doppel- und Dreibettzimmer, 1x Berggasthaus/Mehrbettzimmer, 1x Berghütte/Matratzenlager), alle mit Halbpension.

Nicht inbegriffen: An- und Rückreise (am besten löst Du ein Billett mit Hinfahrt nach Süsom Givè/Ofenpass und Rückfahrt ab Sfazu). Versicherung, Getränke, Mittagspicknick und Zwischenverpflegung. In den Hütten und Gasthäusern gibts Einkaufsmöglichkeiten für einfache Verpflegung wie Sandwiches, Schoggi, Käse etc. Allfällige Fahrtkosten unterwegs für Alptaxi, Bus etc.

Gruppengrösse max. 9 Personen

Ausrüstung Mit der Buchungsbestätigung versenden wir eine detaillierte Ausrüstungsliste.

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