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Ruinaulta, der Grand Canyon Graubündens

15
Jun
Samstag
Ruinaulta, der Grand Canyon Graubündens
Ruinaulta, der Grand Canyon Graubündens
Wann:
15. Juni 2019
Preis:
CHF 38.– / CHF 70.– buchen
Leitung:
Regula Ott / Iris Altenburger
Gruppengrösse:
maximal 15 Personen
Wanderzeit:
3 – 4 Stunden, plus viele Erläuterungsstopps

Vor rund 15’000 Jahren war im Vorderrheintal einiges los. Mit dem Abschmelzen des Eises nach der letzten Eiszeit liess der Druck auf die steilen Felswände links und rechts des ehemaligen Gletschers nach, worauf mehr als 9 Kubikkilometer Kalkfels (diese Menge entspricht ungefähr dem Volumen von 10 bis 11 Matterhörnern) abbrachen und ins Tal donnerten. Das Abgleiten dieser riesigen Felsmassen vom Flimserstein gilt als der gewaltigste aller Bergstürze, welcher sich je in den Alpen ereignete. Im Ablagerungsgebiet türmten sich die Gesteinsmassen auf und riegelten den Flusslauf ab, worauf sich ein See bildete. Irgendwann wurde der Druck des Wassers zu gross und es suchte sich die Abflussmöglichkeit mit dem geringsten Widerstand in Richtung Tal und Meer – die Rheinschlucht war geboren. Seit damals gräbt sich der Fluss wieder in sein ehemaliges Bett zurück, hinterlässt links und rechts weisse, steile Kalkwände mit bizarren Türmchen und Felsvorsprüngen. Als eine der ersten Landschaften wurde die Vorderrheinschlucht bereits 1977 ins BLN-Register der schützenswerten Landschaften aufgenommen.
Wir wandern von Flims über Conn in die Rheinschlucht, durch lichte Föhrenwälder auf nackten, trockenen Sonnenhängen, vorbei an Kies- und Sandpyramiden mit ihren grossen Steindeckeln. Auf Schritt und Tritt verleitet eine intensive Flora zum Hinschauen und Bestimmen. Am Beispiel der prächtigen Auenlandschaft am Rhein lernen wir die Dynamik von natürlichen Flussökosystemen verstehen und gehen auf Fragen zur Biodiversität, dem Schutz und der Bedeutung solcher einmaliger Landschaften ein. Aber auch die vielfältige Nutzung des Flusses zur Energiegewinnung oder für den Tourismus werden angesprochen.

Treffpunkt
Samstag, 15. Juni 2019 um 09.30 Uhr an der Postautohaltestelle Flims-Waldhaus, Caumasee (Abfahrt des Postautos in Chur um 08.58 Uhr, mit Ziel „Laax“). Die Exkursionszeiten sind so gewählt, dass Sie mit öffentlichem Verkehr an- und abreisen können.

Diese Tagesexkursion findet bei jeder Witterung statt. Je nach Wetter/lokalen Gegebenheiten kann allenfalls die Route umgestellt/angepasst werden. Bei extrem ungünstigen Verhältnissen informieren wir kurzfristig per Email über die Durchführung.

Ende der Exkursion
Voraussichtlich um 16.30 Uhr am Bahnhof Versam-Safien. Abfahrt des Zuges nach Chur um 16.38 Uhr.

Anforderungen
Technisch ist diese Exkursion als einfach bis mittelschwierig einzustufen. Die Wanderzeit beträgt 3-4 Stunden, unterbrochen von vielen Beobachtungs- und Erklärungshalten. Dabei bewältigen wir knapp 500 Höhenmeter in teils steilem Abstieg. Die Route verläuft grösstenteils auf markierten Bergwanderwegen. Es sind keine ausgesetzten Wegpassagen zu bewältigen, aber die Höhenunterschiede verlangen eine gewisse Grundkondition.

Ausrüstung
Wanderschuhe, die über die Knöchel reichen; Regenschutz; warme Kleider; Mittagessen (Picknick)
(evtl. Feldstecher, Sitzunterlage, Bestimmungsliteratur)

Fahrausweise
Am besten lösen Sie ein Billett mit Hinfahrt nach Flims-Waldhaus, Caumasee und Rückreise ab Versam-Safien.

Leitung
Regula Ott, dipl. Umweltnaturwissenschafterin und Iris Altenburger; beide Mitglieder von Drosera.

Gruppengrösse max. 15 Personen
Hunde sind auf dieser Tour nicht zugelassen.

Preis
Der Teilnahmepreis für Tagesexkursionen beträgt für Mitglieder von Pro Natura lediglich Fr. 38.– (Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: Fr. 28.–). Nichtmitglieder bezahlen Fr. 70.– (Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: Fr. 60.–).