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Botanisches Wanderwochenende an den Sonnenhängen oberhalb von Naters

14
Mai
Samstag
Botanisches Wanderwochenende an den Sonnenhängen oberhalb von Naters
Botanisches Wanderwochenende an den Sonnenhängen oberhalb von Naters
Wann:
14. Mai 2022 – 15. Mai 2022
Preis:
CHF 350.00
Leitung:
Martin Valencak Sabine Mannes
Gruppengrösse:
maximal 12 Personen
Wanderzeit:
3 – 4 Stunden, aber wir sind den ganzen Tag botanisierend unterwegs

Die frühen Frühlingstage im Wallis sind botanisch ein Leckerbissen. Während die hohen Walliser Berggipfel noch in winterlichem Weiss erstrahlen, zeigen sich die Sonnenhänge oberhalb von Brig/Naters schon in schönster Blütenpracht. Es gilt viele verschiedene Pflanzen und Gewächse zu entdecken, denn unsere beiden Wandertage führen durch ganz unterschiedliches Gelände: von trockenen, steppenartigen Standorten über Wiesen und durch vermooste Wälder – überall wächst und spriesst uns der Frühling entgegen! Die Gegend gibt aber auch jenseits der Pflanzenwelt viel her: Wir erfahren einiges über Suonen, die Meisterleistungen der alten Bewässerungsarchitekten, die jahrhundertealte Walliser Kulturlandschaft und geniessen die Aussicht auf die Walliser Bergwelt sowie eindrückliche Einblicke in die tief eingeschnittene Massaschlucht.

Anreise und Treffpunkt

werden etwa 1 Woche vor der Tour mitgeteilt. Der Treffpunkt ist voraussichtlich um 09.11 Uhr in Brig am Bahnhof.

Programm (Je nach Wetter/lokalen Gegebenheiten können die Route oder einzelne Etappen umgestellt/angepasst werden.)

1. Tag: Die Flora der Trockensteppen & entlang der Suonen. Reine Wanderzeit ca. 4 Std., Höhendifferenz im Aufstieg 650 m, im Abstieg 550 m. In Brig gehen wir 2 Minuten bis zu unserem Hotel, deponieren unser Übernachtungsgepäck und nehmen, nur den Tagesrucksack auf den Schultern, das nächste Züglein nach Bitsch, wo wir unsere erste botanische Wanderung starten. Zu Beginn ziehen wir durch die Sonnenhänge bergwärts und erfahren, welche Strategien die Trockenkünstler unter den Felsensteppen-Pflanzen hier zum Überleben entwickelt haben. Zu unserer Linken bieten sich schöne Einblicke in die Massaschlucht. Weiter oben schauen wir uns genauer an, wie das Wasser aus der Massa in die Bitscheri-Suone geleitet wird, steigen noch eine Etage höher und wandern entlang der Riederi-Suone durch eine vielfältige Landschaft in Richtung Ried-Mörel. Am Beispiel des ausgeklügelten Bewässerungssystems der Suonen verstehen wir, welches Lebenselixier das Wasser für Pflanzen und Bewirtschafter darstellt. Mit etwas Glück finden wir blühende Orchideen, treffen auf  Smaragdeidechsen und sehen alte Walliser Rassen wie z.B. das Schwarznasenschaf. Im Abstieg nach Mörel geht es um den Hügel der Burgruine Mancapan herum durch eine felsendurchsetzte Wacholdersteppe und Reste alter Kastanienselven hinunter ins heutige Mörel, von wo uns der Zug in wenigen Minuten zurück nach Brig bringt. Für das Nachtessen gehen wir in eines der gemütlichen Restaurants im Städtchen.

2. Tag: Federgras und traditionelle Kulturlandwirtschaft oberhalb Naters. Reine Wanderzeit gut 3 Std., Aufstieg rund 400 m, Abstieg 600 m.

Nach dem Frühstück bringt uns das Postauto in einer Viertelstunde an den oberen Dorfrand von Naters. Unser Wanderweg führt uns über abwechslungsreiche Lebensräume hinauf an den Fuss einer Felswand auf der Westseite der Massaschlucht. Eine fast baumlose, karge Steppenlandschaft über Gletscherschliffplatten kontrastiert unterwegs mit kleinen Feuchtgebieten und saftigen Wiesen auf tiefgründigeren Böden. Über Jahrtausende haben Aletschgletscher und die wilde Massa diese abwechslungsreiche Landschaft geschaffen. Ein toller Weg führt dieser Felswand entlang und während über uns ambitionierte Kletterer in der Felswand hängen, widmen wir uns der Flora am Wegrand und in den Felsspalten. Weiter oben tauchen wir in eine ganz eigene, stille Welt ein: Knorrige Fichten im erfrischend kühlen, moosig-farnigen Bergsturzwald stehen neben einer üppigen Bachaue. Der Rückweg nach Naters führt uns über einen alten, aufwändig erstellten Säumerweg durch eine über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft. Dabei erfahren wir noch einmal viel über die spannende Pflanzenwelt, bevor wir in den alten Ortsteil von Naters eintauchen und auf dem Rückweg nach Brig einen Blick auf die imposante Kirche mit dem angrenzenden Beinhaus werfen. In Brig holen wir im Hotel unser deponiertes Gepäck ab und machen uns auf die Heimreise.

Ende der Tour voraussichtlich um 16:48 Uhr ab Brig (Ankunft in Bern kurz vor 18 Uhr resp. Zürich 19 Uhr).

Anforderungen: Konditionell: Die reine Wanderzeit der Tagesetappen beträgt 3-4 Stunden. Wir werden jedoch den ganzen Tag draussen unterwegs sein. Technisch sind die Etappen als einfach bis mittelschwierig einzustufen. Wir sind mehrheitlich auf Bergwanderwegen unterwegs und zwischendurch auch kurz in weglosem Gelände. Es sind keine ausgesetzten Passagen zu bewältigen.

Leitung: Martin Valencak, Botaniker/Forstwissenschafter und Sabine Mannes, Botanikerin/Umweltnaturwissenschafterin

Teilnahmepreis: CHF 350.– im Doppelzimmer resp. CHF 380.– im Einzelzimmer.

Inbegriffen sind folgende Leistungen: Qualifizierte Leitung der Tour, Übernachtung mit Frühstück im Hotel in Brig. Nicht inbegriffen: An- und Rückreise (am besten löst Du für den Hinweg ein Billett nach Bitsch, Wasen und für den Rückweg ab Blatten b. Naters, Luftseilbahn zurück an Deinen Wohnort), Picknick, Versicherung, Getränke & Nachtessen (wir gehen am Abend in ein gemütliches Restaurant). In Brig gibts Picknick-Einkaufsmöglichkeiten. Allfällige Fahrtkosten unterwegs.

Gruppengrösse maximal 12 Personen

Ausrüstung Mit der Buchungsbestätigung versenden wir eine detaillierte Ausrüstungsliste.