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Bachflohkrebs: kleiner Gehilfe im sauberen Wasser (TG; April)

11
Apr
Sonntag
Bachflohkrebs: kleiner Gehilfe im sauberen Wasser (TG; April)
Bachflohkrebs: kleiner Gehilfe im sauberen Wasser (TG; April)
Wann:
11. April 2021
Preis:
CHF 38.– / CHF 70.– buchen
Leitung:
Eva Cereghetti
Gruppengrösse:
maximal 15 Personen
Wanderzeit:
ca. 1 Stunde, plus viele Beobachtungs- und Erläuterungsstopps

Das „Tier des Jahres 2021“ lebt um uns herum – aber kaum jemand kennt es: der Bachflohkrebs. Pro Natura hat sich zum Ziel gesetzt, mithilfe dieses Winzlings auf die Bedeutung von naturnahen, sauberen Gewässern hinzuweisen. Der Bachflohkrebs sieht aus wie eine Garnele und ist in unseren Seen und Bächen ein unentbehrlicher Helfer. Weil Bachflohkrebse empfindlich sind und auf Verschmutzungen reagieren, dienen sie der Wissenschaft als Zeigerart, um die Gewässerqualität zu bewerten. Im Ökosystem unserer Gewässer spielen diese kleinen Krebschen zudem eine zentrale Rolle. So sind Bachflohkrebse daran beteiligt, wenn es gilt, die Laubstreu abzubauen, die ins Wasser gelangt ist – dadurch werden Nährstoffe für andere Organismen verfügbar. Für Fische sind diese Krustentiere noch dazu eine wichtige Nahrungsquelle. Bachflohkrebse – und hier vor allem die Art Gammarus fossarum – sind in der Schweiz in naturnahen Gewässern weit verbreitet und können zum Teil gemeinsam mit anderen Flohkrebs-Arten vorkommen. Ihr Lebensraum ist allerdings gefährdet: gebietsfremde (invasive) Flohkrebsarten, die sich zurzeit über halb Europa ausbreiten, könnten das Ökosystem Süssgewässer nachteilig verändern. – Am Ufer des Untersees sowie an einem Waldrand bei Steckborn entnehmen wir Wasserproben und beobachten die Tierchen im Gewässer und unter dem Miskroskop. Dabei lernen wir Spannendes über unsere Gewässer und über das Leben dieser unbekannten Mitbewohner unseres Landes. Wir vernehmen auch, weshalb Pro Natura dem Bachflohkrebs den Titel „Tier des Jahres“ zuerkannt hat.

Treffpunkt
Sonntag, 11. April 2021 um 10.00 Uhr am Bahnhof Steckborn, vor dem kleinen Bahnhofgebäude.
Abfahrten z.B. ab Basel um 07.33 Uhr, Bern 07.31 Uhr, Luzern 07.35 Uhr, St. Gallen 08.49 Uhr oder Zürich um 08.37 Uhr. Die Exkursionszeiten sind so gewählt, dass Sie mit öffentlichem Verkehr an- und abreisen können.

Diese Tagesexkursion findet bei jeder Witterung statt. Je nach Wetter/lokalen Gegebenheiten kann allenfalls die Route umgestellt/angepasst werden. Bei extrem ungünstigen Verhältnissen informieren wir kurzfristig per Email über die Durchführung.

Ende der Exkursion gegen 14.30 Uhr am Bahnhof Steckborn.

Anforderungen: Technisch ist diese Exkursion als einfach einzustufen. Auf guten Wegen, teils durchs Siedlungsgebiet, werden wir rund 3 km mit kaum 50 m Höhendifferenz zurücklegen. Die reine Wanderzeit beträgt ca. 1 Stunde, so bleibt uns viel Zeit für Beobachtungen, Fragen, Probeentnahme etc.

Ausrüstung: stabile Schuhe; Regen- und Sonnenschutz; warme Kleider; Mittagessen (Picknick); Gummistiefel, falls Sie aktiv bei der Probeentnahme mithelfen möchten (evtl. Lupe, Feldstecher, Sitzunterlage, Bestimmungsliteratur).

Fahrausweise Am besten lösen Sie ein Retourbillett nach Steckborn.

Leitung: Eva Cereghetti, Doktorandin in Aquatischer Ökologie.

Gruppengrösse max. 15 Personen

Hunde sind auf dieser Tour nicht zugelassen.

Preis
Der Teilnahmepreis für Tagesexkursionen beträgt für Mitglieder von Pro Natura lediglich Fr. 38.– (Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: Fr. 28.–). Nichtmitglieder bezahlen Fr. 70.– (Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: Fr. 60.–).

Hinweis
Diese Tagesexkursion zum „Tier des Jahres 2021“ findet identisch an zwei Daten statt: am Sonntag, 11. April sowie am Samstag, 8. Mai 2021.