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Aspromonte: Grekanische Dörfer, raue Berge und Bergamotte in Süd-Kalabrien (I)

25
Apr.
Samstag
Aspromonte: Grekanische Dörfer, raue Berge und Bergamotte in Süd-Kalabrien (I)
Aspromonte: Grekanische Dörfer, raue Berge und Bergamotte in Süd-Kalabrien (I)
Wann:
25. April 2026 – 2. Mai 2026
Preis:
CHF 1865.00 buchen
Leitung:
Gruppengrösse:
maximal 13 Personen
Wanderzeit:
4 – 5 Stunden

Im südlichsten Kalabrien, wo Italiens Stiefelspitze fast Sizilien berührt, thront ein verwinkeltes Bergmassiv namens Aspromonte mit seinen uralten, heute noch zum Teil griechisch-sprachigen Dörfern des ehemals byzantinischen Reiches. Auf heute nur noch selten begangenen Pfaden bewandern wir das spärlich erschlossene, raue, von eindrücklichen Fiumaren, Orangen- und Bergamotte-kulturen durchzogene Berggelände. Kein Wunder nennen die Einheimischen ihren Landstrich scherzhaft CalAfrica – halb Calabria, halb Africa. Eine wahrhaft eindrückliche Landschaft mit ebenso speziellen Bergdörfern, am Südende der italienischen Halbinsel.

Anreise und Treffpunkt werden etwa 1 Woche vor der Tour mitgeteilt. Abfahrt z.B. ab Zürich HB voraussichtlich um 11.09 Uhr.

Programm (Je nach Wetter und lokalen Gegebenheiten kann die Route angepasst werden.)
1. Tag: Schweiz – Süditalien. Fahrt von der Schweiz nach Milano und weiter mit dem modernen Frecciarossa-Zug nach Rom, wo wir Zeit für ein erstes italienisches Abendessen haben. Anschliessend gehts im Nachtzug ganz runter an die Stiefelspitze.

2. Tag: Zum südlichsten Punkt Festlanditaliens. Reine Wanderzeit ca. 4 Std., Höhendifferenz je 500 m Auf- und Abstieg. Um ca. 8.30 Uhr Ankunft in Reggio di Calabria. Wir besichtigen die hübsche Altstadt und unsere Guides bringen uns eine halbe Stunde dem Meer entlang in Richtung des südlichsten Punkts des Stiefels zum Tor des Aspromonte. Eine kurze Wanderung führt uns um die roten Felsen herum, dann gelangen wir zu unserer Azienda, wo wir uns einrichten, um anschliessend zur Burgruine hinauf zu steigen mit fantastischem Ausblick über das Meer und die umliegende Bergwelt und unsere Wanderungen der nächsten Tage. Unterkunft im herzigen Agriturismo in der weitläufigen Azienda am Ufer des Fiumars, mitten im Bergamottehain.

3. Tag: Die Grekanischen Dörfer, ca. 5 Stunden, je 600 m Auf- und Abstieg. Wir starten zu einer grossen Rundtour ins grekanische Gebiet des südlichen Aspromonte. Nach einem abwechslungsreichen Aufstieg erreichen wir das Bergdorf Gallicianò, wo viele Eigenheiten aus der altgriechischen Kultur erhalten geblieben sind. Vielleicht sind wir die letzte Generation, die das Grekanische noch so erleben kann. Nachdem wir uns noch die kleine orthodoxe Kirche mit ihren vielen Ikonen angeschaut haben, geht es in vielen, lang gezogenen Kurven hinunter zum Fiumar und anschliessend dem Flusslauf entlang zurück zu unserer idyllisch gelegenen Azienda.

4. Tag: Vom Fiumar hinauf ins Bergdorf, ca. 5 Std., 750 m Aufstieg. Vor dem Start bleibt gut Zeit für eine Besichtigung des Bergamottehains. Diese sagenhafte Frucht ermöglichte diesem Küstenabschnitt bis vor 150 Jahren ein recht sorgenfreies Leben. Geschichte und Geschichten begleiten uns hinauf ins Bergdorf Bova. Auf den Spuren der Basilikanermönche geht es bergauf, zuerst an den Überresten der ehemaligen Klosteranlagen vorbei, dann durch Olivenhaine mit zum Teil riesigen Bäumen nach Bova (850 m), dem einstigen wirtschaftlichen und religiösen Zentrum der Region. Unterkunft in Appartements in Bova.

5. Tag: Hinein in den rauen Aspromonte, gut 5 Std., Aufstieg 450 m, Abstieg 800 m. Die Spurensuche führt uns heute von Bova auf den alten Handelswegen, die noch bis 1970 von Saumtierkolonnen begangen wurden hinein in den rauen, trockenen Aspromonte und hinauf zu einigen schönen Aussichtspunkten. Abends bleibt Zeit, die Schlossruine oberhalb von Bova mit ihrer imposanten Aussicht zu besuchen und durch die vielen engen Gassen des Bergdorfes zu streifen.

6. Tag: Durch die ehemaligen Kornkammern, ca. 5 Std., je 600 m Auf- und Abstieg. Am Morgen ziehen wir durch das Tal der (ehemaligen) Mühlen zu den alten Weizenfeldern, die Kalabrien zur Kornkammer des Römischen Reiches machte. Am Nachmittag erreichen wir das Bergdorf Palizzi und anschliessend unsere Unterkunft mit den Bungalowhäuschen direkt am Meer.

7. Tag: Hoch hinaus und Rundumsicht, ca. 5 Stunden, je 700 m Auf- und Abstieg. Heute wandern wir hinauf zum Monte Cerasia, von wo aus wir nochmals einen Blick auf halb Kalabrien und auf die Touren der letzten Tage werfen können. Dann geht es wieder hinunter in Richtung Meer, wo ein leckeres Abschiedsessen wartet. Anschliessend folgt der Transport zum Bahnhof – und gegen 21.30 Uhr stehen wir in Reggio di Calabria vor dem Nachtzug, der uns via Rom zurück nach Milano bringt.

8. Tag: Süditalien – Schweiz. Um 10 Uhr kommen wir in Milano Centrale an. Umsteigen. Der Anschlusszug erreicht Zürich oder Bern um ca. 15 Uhr.

Anforderungen: Technisch sind die Wanderungen als einfach bis mittelschwierig einzustufen: Wir sind grösstenteils auf nicht markierten, manchmal etwas gestrüppigen oder stachligen Bergwanderwegen unterwegs, müssen ab und zu einen Fiumar queren. Trittsicherheit wird vorausgesetzt. Das Tempo ist gemütlich, es sind keine sonderlich ausgesetzten Wegpassagen zu bewältigen.

Leitung: Daniel Mülli und einheimischer Guide

Teilnahmepreis: CHF 1865.00 im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag CHF 240.00

Inbegriffen: fachkundige Leitung ab/bis Schweiz, Bahnbillette ab CH-Grenze nach Reggio di Calabria und zurück in 2. Klasse mit Unterkunft in 2-Bett-Abteilen. 2 Übernachtungen im einfachen Agriturismo, 2 x in schlichten Appartements in Bova und 1 x in Palizzi Mare, im Doppelzimmer (auf Wunsch wenige Einzelzimmer möglich, Badezimmer müssen zum Teil geteilt werden), Vollpension. Alle Transporte vor Ort. Gepäck wird während der Tour transportiert. Begleitung durch einheimischen Guide, der enorm viel weiss über die Gegend.

Nicht inbegriffen sind die Fahrausweise ab Wohnort bis zur Grenze und zurück, Getränke, Mahlzeiten/Picknicks auf der Hin- und Rückreise, Versicherung.

Gruppengrösse: maximal 13 Personen

Ausrüstung: Mit der Buchungsbestätigung versenden wir eine detaillierte Ausrüstungsliste.